Posts

Posts mit dem Label "Mafia" werden angezeigt.

Steckbrief: Naxos – Küste, Lage und Perspektiven

Bild
Steckbrief: Naxos – Küste, Lage und Perspektiven eines sizilianischen Ausgangspunkts Wer nach Sizilien reist, stößt früher oder später auf Naxos. Genauer gesagt: Giardini-Naxos, jener Küstenstreifen östlich des Ätna ( der Ätna ist Europas aktivster Vulkan ), der sich zwischen touristischer Infrastruktur und geschichtlicher Tiefe ausbalanciert. Besucher kommen meist wegen der Strände, der offenen Sicht aufs Ionische Meer und der strategischen Lage zwischen kulturellen und landschaftlichen Highlights. Doch wer genauer hinsieht, erkennt eine Region, die mehr ist als Zwischenstation. Dieser Artikel zu Naxos beleuchtet Hintergründe, praktische Aspekte und Zahlen, die zeigen, warum dieser Abschnitt Siziliens für Reisende, Investoren oder Brancheninteressierte relevant bleibt. Einleitung & Hintergrund: Naxos im Kontext Siziliens Steckbrief: Naxos bedeutet zunächst Einordnung. Historisch betrachtet gilt die antike Siedlung Naxos als eine der frühesten griechischen Kolonien auf Sizili...

Addiopizzo: Wie Gemeinschaften in Palermo & Catania sich gegen Mafia-Erpressung wehren

  Addiopizzo: Wie Gemeinschaften in Palermo & Catania sich gegen Mafia-Erpressung wehren Mafia -Erpressung klingt für viele wie ein Relikt aus alten Filmen. In Palermo oder Catania ist das Thema aber alles andere als Kino. Jahrzehntelang war es normal, dass Ladenbesitzer, Restaurantbetreiber oder Bauunternehmer regelmäßig Schutzgeld – den sogenannten pizzo – zahlen mussten. Wer sich weigerte, riskierte eingeschlagene Schaufenster, Brandanschläge oder Schlimmeres. Doch in den letzten zwanzig Jahren hat sich in Sizilien etwas bewegt. Und das trägt einen Namen: Addiopizzo . Was ist Addiopizzo? Addiopizzo (übersetzt: „Tschüss, Schutzgeld“) ist eine Bürgerinitiative, die 2004 in Palermo von jungen Leuten ins Leben gerufen wurde. Die Gründer waren eigentlich auf Wohnungssuche. Als sie feststellten, dass Bauunternehmen fast ausnahmslos unter Mafia-Druck standen, beschlossen sie, das Thema nicht zu ignorieren. Stattdessen hängten sie in der Stadt Flugblätter auf mit dem Satz: „Ein Vol...

Die Strände Siziliens und das Plastik-Dilemma – Lage aktuell

  Die Strände Siziliens und das Plastik-Dilemma – Lage aktuell Sizilien, Sonne, azurblaues Mittelmeer – klar, klingt traumhaft. Aber das ist nur die halbe Story. Realität bedeutet auch: Müllberge, Plastikteilchen, illegale Ablagerungen. Und: Die Probleme sind tief verzweigt – gesellschaftlich wie ökologisch. Müllberge an Land, Plastik im Wasser In Städten wie Palermo türmen sich Haus- und Sperrmüll an Straßenrändern und Deponien – Sperrmüllmengen, die hundemal über dem liegen, was im Dienstvertrag vorgesehen ist. Bürgermeistern reichts, Müllabfuhr warnt vor „inakzeptabler Verschlechterung“ der Lage FR.de +1 . Die Mafia hat längst auch das Müllgeschäft für sich entdeckt. In Catania etwa kontrollieren kriminelle Clans Deponien, Transporte, Recycling – ein krasser Mix aus Macht, Korruption und Umweltschaden Südtirol News . Plastik an Küsten & im Meer Sizilien ist im Mittelmeer-Hotspot: Müllteppiche treiben auf der Wasseroberfläche – Satellitendaten zeigen viele davon auch en...

Geld & Wertsachen in Sizilien: Was ist sinnvoll, was riskant?

  Geld & Wertsachen in Sizilien: Was ist sinnvoll, was riskant? Italien – und speziell der Süden – gilt seit jeher als etwas rauer, was Kleinkriminalität betrifft. Das ist in Palermo nicht anders als in Neapel oder Rom. Taschendiebstahl passiert. Nicht ständig. Aber eben doch. Vor allem an touristischen Hotspots: Bahnhöfe, Wochenmärkte, historische Altstädte. Grundregel: Trage nie alles bei dir. Punkt.  Zwei Karten reichen: eine im Portemonnaie, eine als Backup im Hotel. Bargeld? So wenig wie möglich. 50 Euro im Alltag reichen oft völlig. In Restaurants und Geschäften kann man fast überall mit Karte zahlen. Auch auf dem Wochenmarkt wird’s inzwischen digital. Italien ändert sich. Ein Brustbeutel unter dem Shirt sieht vielleicht nicht sexy aus, aber hey – ein leergeräumter Rucksack ist auch kein Fashionstatement. Und apropos Rucksack: Immer im Auge behalten. Besonders in der Bahn oder im Linienbus. Wo ist’s wirklich heikel – und wo entspannt? Großstädte wie Palermo o...