Erdrutsch in Niscemi auf Sizilien: Horrorszenario nach tagelangem Regen – wie geht es jetzt weiter?
Sizilien - Wo das azurblaue Mittelmeer auf jahrtausendealte Geschichte trifft. Entdecken Sie die größte Insel des Mittelmeers mit ihren antiken Tempeln, lebendigen Märkten, dem majestätischen Ätna und einer Küche, die Ihre Sinne verzaubern wird. Sizilien: Eine kulinarische, kulturelle und landschaftliche Entdeckungsreise
Palermo – Hauptstadt Siziliens, fünftgrößte Stadt Italiens und ein Ort, der Gegensätze liebt. Wer hier ankommt, spürt schnell: Das ist keine glattgebügelte Postkartenstadt. Palermo ist laut, bunt, manchmal chaotisch – und genau das macht es spannend. Ein kurzer Überblick, kompakt und doch mit ein paar Schlenkern.
Land: Italien
Region: Autonome Region Sizilien
Lage: Nordküste Siziliens, am Tyrrhenischen Meer
Einwohner: ca. 640.000 (Stadt), Metropolregion über 1,2 Millionen
Fläche: rund 160 km²
Höhe: im Schnitt 14 m über dem Meeresspiegel
Postleitzahlen: 90100–90151
Vorwahl: +39 091
Autokennzeichen: PA
Gründung: Bereits im 8. Jahrhundert v. Chr. von Phöniziern als „Ziz“ (Blume).
Antike: Römer übernahmen die Stadt 254 v. Chr. – wichtiger Hafenpunkt.
Mittelalter: Araber prägten Architektur, Landwirtschaft und Sprache. Später Normannen, Staufer, Spanier.
1861: Eingliederung ins Königreich Italien.
20. Jh.: Bombardierungen im Zweiten Weltkrieg, danach schneller Wiederaufbau, aber auch Probleme mit organisierter Kriminalität.
Heute: Mischung aus kulturellem Zentrum, Verwaltungsstandort und touristischem Magnet.
Typ: Mediterran
Sommer: Heiß, oft über 35 °C, trocken.
Winter: Mild, selten unter 10 °C.
Sonnenstunden: ca. 2.500 pro Jahr.
Beste Reisezeit: Frühling (April/Mai) und Herbst (September/Oktober). Sommer kann für viele schlicht zu heiß sein.
Palermo ist kein Museum, sondern ein lebendiger Flickenteppich. Barocke Kirchen mit reich verzierten Fassaden, arabisch-normannische Bauten, bröckelnde Palazzi. Zwischen Kathedrale und Marktständen liegen oft nur ein paar Schritte. UNESCO-Welterbe ist übrigens das arabisch-normannische Palermo mit den Kathedralen von Cefalù und Monreale.
Ein Beispiel: Cappella Palatina – normannische Palastkapelle im Palazzo dei Normanni. Goldene Mosaike, arabische Muqarnas an der Decke, lateinische Inschriften. Drei Kulturen in einem Raum.
Wirtschaftsschwerpunkte: Verwaltung, Dienstleistungen, Tourismus, Hafenwirtschaft.
Hafen: Einer der größten Italiens, Umschlagplatz für Güter und Kreuzfahrten.
Industrie: Schiffbau, Lebensmittelverarbeitung (besonders Zitrusfrüchte, Wein).
Universität: Gegründet 1806, heute rund 50.000 Studierende.
ÖPNV? Durchwachsen. Busse gibt es viele, aber oft unzuverlässig. Seit einigen Jahren auch eine S-Bahn („Metropolitana“), die Vororte verbindet. Wer es eilig hat, nimmt besser den Roller.
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| Teilansicht von Palermo von oben. Foto von Leotrim Canaj |
Palermo ist Theater auf offener Straße. Menschen sitzen spätabends noch vor der Haustür, Kinder spielen auf Plätzen, Mopeds schlängeln sich überall durch. Märkte wie Ballarò oder Vucciria sind laut, voll, riechen nach frittierten Snacks und frischem Fisch.
Theater: Teatro Massimo – größtes Opernhaus Italiens, drittgrößtes Europas.
Museen: Galleria Regionale della Sicilia (Abatellis-Palast), Archäologisches Museum, Modern Art Museum GAM.
Feste: Santa Rosalia (Juli) – die Stadt feiert tagelang ihre Schutzpatronin.
Palermo ist Streetfood-Hauptstadt Italiens – zumindest behaupten das viele Foodies. Typische Spezialitäten:
Arancini: frittierte Reisbällchen, gefüllt mit Fleisch, Erbsen, Käse.
Panelle: Kichererbsenfladen, meist im Brötchen.
Sfincione: eine Art dicke Pizza, oft mit Zwiebeln und Sardellen.
Cannoli: mit Ricotta gefüllte Teigröllchen.
Granita: halbgefrorenes Dessert, besonders im Sommer beliebt.
Die Küche zeigt die Einflüsse der Araber (Gewürze, süß-herzhafte Kombinationen), Spanier (frittierte Gerichte) und natürlich Italiener (Pasta in allen Variationen).
Flughafen: Aeroporto Falcone e Borsellino (ca. 35 km westlich).
Bahn: Verbindungen nach Messina, Catania, Agrigento.
Straßen: Autobahn A19 nach Catania, A20 nach Messina.
Innenstadtverkehr? Gewöhnungsbedürftig. Dicht, unübersichtlich, viele Einbahnstraßen. Autofahren ist möglich, aber stressig. Ein bisschen Mut schadet nicht.
Palermo Kathedrale (mit Königsgräbern)
Palazzo dei Normanni mit Cappella Palatina
Quattro Canti – barocker Platz im Herzen der Altstadt
Teatro Massimo – Opernhaus
Mercato di Ballarò & Vucciria – Straßenmärkte
Katakomben der Kapuziner – skurriles Highlight mit mumifizierten Körpern
Monreale (etwas außerhalb) – Kathedrale mit goldenen Mosaiken
Palermo hat mehr Ape-Dreiräder pro Kopf als viele andere Städte Italiens.
Der Name „Palermo“ kommt vom griechischen „Panormos“ – „geschützter Hafen“.
Fußballverein: US Palermo, mehrfach in der Serie A gespielt.
In manchen Vierteln hängen noch heute Wäscheleinen quer über den Straßen – klassisches Fotomotiv.
Palermo ist nicht „schön“ im klassischen Sinne. Wer Perfektion sucht, wird hier nicht fündig. Aber wer Lust auf echtes Leben hat, auf Dichte, Gegensätze, überraschende Momente – der ist hier richtig. Zwischen einem Espresso an der Straßenecke und einer Opernaufführung liegen manchmal nur ein paar Minuten.
Wie viele Einwohner hat Palermo?
Rund 640.000 in der Stadt, etwa doppelt so viele in der Metropolregion.
Wann ist die beste Reisezeit?
Frühling und Herbst sind angenehm. Juli und August sind oft extrem heiß.
Ist Palermo sicher?
Ja, insgesamt schon. Taschendiebstahl in Touristengebieten möglich, wie in vielen Großstädten.
Wie komme ich vom Flughafen in die Stadt?
Mit Zug (Trinacria Express), Bus oder Taxi. Fahrzeit ca. 40 Minuten.
Welche Spezialitäten sollte man probieren?
Arancini, Panelle, Cannoli – Pflichtprogramm.
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Steckbrief Palermo: Fakten, Geschichte, Klima, Sehenswürdigkeiten & Tipps zur sizilianischen Hauptstadt. Kompakter Überblick mit vielen Infos für Reisende.
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