Sizilien im Januar 2026: Wetter, Stimmung, Zahlen und ein ehrlicher Blick auf den Jahresanfang
Sizilien - Wo das azurblaue Mittelmeer auf jahrtausendealte Geschichte trifft. Entdecken Sie die größte Insel des Mittelmeers mit ihren antiken Tempeln, lebendigen Märkten, dem majestätischen Ätna und einer Küche, die Ihre Sinne verzaubern wird. Sizilien: Eine kulinarische, kulturelle und landschaftliche Entdeckungsreise
Ganz im Südosten Siziliens, dort wo die Landschaft flach und das Licht gnadenlos klar ist, liegt das Riserva Naturale di Vendicari. Keine spektakulären Gipfel, keine steilen Anstiege. Stattdessen: Sand, Salz, Wind. Ein Ort, der nicht sofort glänzt – aber langsam wirkt.
Vendicari ist ein Mosaik aus Salinen, Dünen, Lagunen und Mittelmeerstrand. Das Gelände zieht sich entlang der Küste zwischen Noto und Marzamemi, rund 1.500 Hektar groß. Hier wird die Bewegung gemächlich – man wandert nicht, man streift umher. Die Rundwege sind meist flach, zwischen fünf und zehn Kilometern lang. Ideal für halbe Tage, für Entdecker, die lieber schauen als schwitzen.
Zwischen Schilf und Salzwasser spiegeln sich die Farben: Ocker, Grau, Türkis. Und irgendwo dazwischen – ein rosa Schimmer.
Wer im Winter oder frühen Frühling kommt, hat gute Chancen, sie zu sehen: Flamingos. Ganze Gruppen stehen im seichten Wasser, drehen langsam ihre Köpfe, picken nach Nahrung. Daneben: Reiher, Kormorane, Stelzenläufer. Das Reservat ist ein wichtiges Rastgebiet auf der Zugroute zwischen Afrika und Europa.
Im Sommer dagegen ist es stiller, heißer. Das Wasser in den Lagunen zieht sich zurück, der Boden reißt auf. Die Vegetation wirkt spröde, beinahe nordafrikanisch.
Zwischen den Naturzonen tauchen Relikte auf: die alte Thunfischfabrik von Vendicari, halb verfallen, doch eindrucksvoll. Daneben ragt der Torre Sveva, ein Wachturm aus dem 15. Jahrhundert. Man kann dort kurz verweilen, den Wind hören, das Meer riechen – salzig, herb.
Ein Stück weiter: die Spiaggia di Calamosche, ein Strand zwischen zwei Felswänden, geschützt, ruhig. Bei Einheimischen beliebt, bei Touristen inzwischen kein Geheimtipp mehr – aber immer noch schön, besonders früh morgens.
Es gibt mehrere Zugänge:
Torre Vendicari (zentral, nahe der alten Fabrik)
Calamosche (für den Strandweg)
Cittadella dei Maccari (mit archäologischen Resten und Lagune)
Gutes Schuhwerk lohnt sich, auch wenn es flach ist – Sand, Geröll, Dornensträucher. Wasser mitnehmen! Schatten ist rar.
Ich war an einem Januartag dort, 18 Grad, Wind aus Südosten. Kaum Menschen, nur ein älteres Paar mit Fernglas und Thermoskanne. Über der Lagune standen Flamingos – still, fast regungslos. Es sah aus wie gemalt, aber ohne den Kitsch. Vendicari ist kein Ort für „Wow“-Momente. Es ist einer, der bleibt, weil er leise ist.
Wann ist die beste Reisezeit?
Frühling (März–Mai) und Herbst (September–November) sind ideal: mild, wenig Besucher, gutes Licht. Im Winter viele Zugvögel. Im Sommer: sehr heiß, kaum Schatten.
Wie lange dauert eine Wanderung?
Je nach Route 1,5 bis 3 Stunden. Flach, aber teils sandig. Wer alle Zonen erkunden will, plant einen halben Tag ein.
Gibt es Eintritt?
Nein, der Eintritt ist frei. Parkplätze an den Hauptzugängen sind kostenpflichtig.
Kann man baden?
Ja – an den Stränden wie Calamosche oder Eloro. Bitte aber Abstand zu den geschützten Lagunen halten.
Braucht man spezielles Equipment?
Nein. Feste Schuhe, Sonnenschutz, Wasser. Ein Fernglas lohnt sich, vor allem im Winter.
Wie erreicht man Vendicari?
Am einfachsten mit dem Auto. Von Noto rund 15 Minuten Richtung Süden. Mit öffentlichen Verkehrsmitteln schwierig – Busse fahren unregelmäßig.
Gibt es Verpflegung im Reservat?
Keine. Nur an den Parkplätzen gelegentlich kleine Kioske (saisonal). Also: Picknick mitnehmen.
Meta-Beschreibung:
Das Vendicari-Naturreservat im Südosten Siziliens verbindet Lagunen, Dünen und alte Ruinen. Ideal zum Wandern und Beobachten von Flamingos – besonders im Winter. Tipps zu Routen, Stränden und Besuchszeiten.
Labels:
Sizilien, Naturreservat, Vendicari, Wandern, Flamingos, Noto, Italien, Reisetipps, Küstenwanderung, Vogelbeobachtung
Kommentare
Kommentar veröffentlichen